Bereits die Hälfte der Spiele in der Rückrunde sind absolviert – hier ein Zwischenbericht

Kaum in die Rückrunde gestartet, sind die Hälfte der Spiele nun bereits Geschichte. Wir schauen zurück auf fünf intensive und lehrreiche Spiele in der Stärkeklasse 1 der 3. Liga. Bevor wir aber zu diesen Spielen kommen, gehen wir auf die Emotionen und Erwartungen vor der Rückrunde und die wichtigsten Zahlen aus den ersten fünf Spielen ein. Mit dem HVH haben wir ein Team in unserer Gruppe, welches wir bereits aus der Vorrunde kennen. Es war also klar, dass die nächsten Spiele deutlich mehr Kampfgeist, Tempo und Technik erfordern würden. Die Freude zum Spiel wurde deswegen, aber kaum getrübt.

Nun einige Zahlen: in fünf Spielen haben wir drei Punkte erspielt und 126 Tore erzielt. Mit dem Durchschnitt von 25.2 Toren pro Spiel können wir damit mit den Teams an der Tabellenspitze mithalten. Grosses Aber sind die erhaltenen Tore, bei denen unser Durchschnitt bei 30 Toren pro Spiel liegt und wir damit im Moment verdient auf dem zweitletzten Platz liegen. Auch die Einzelleistungen lassen sich sehen: drei Spielerinnen schaffen es in die Top 11 der Topscorerinnen aus der Rückrunde.

Unsere ersten Gegnerinnen aus Neuenburg konnten wir in der eigenen Halle begrüssen. Für dieses Spiel erhielten wir Unterstützung zwischen den Torpfosten von Hedwich und mit drei Auswechselspielerinnen hatten wir zwar kein riesiger Kader, für freiwillige, kurze Verschnaufpausen aber genug gross. Das Spiel zeichnete sich vor allem durch einen Punkt aus, und zwar durch sehr wenige Tore. Zu unserem Glück auf beiden Seiten. So stand es in der Halbzeit 8 : 13. Doch auch in der zweiten Halbzeit wollte der Ball nur sehr selten hinter die Torlinie und obwohl die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener war, mussten wir uns zum Schluss mit 16 : 22 geschlagen geben. Kinn nach oben, Schweiss abduschen und auf das nächste Spiel fokussieren, das gleich eine Woche später bevorstand.

Im zweiten Spiel, wiederum ein Heimspiel, durften wir ein Team begrüssen, dessen Dialekt einige von uns wohl fast so gut verstehen, wie unsere ersten Gegnerinnen aus Neuenburg. Heute hat die SG aus Visp den langen Weg nach Zofingen auf sich genommen. Während des ganzen Spiels über waren wir immer einige Tore in Rückstand, konnten immer wieder aufrücken, um danach wieder einige Tore zurückzufallen. Nichts für schwache Nerven und noch intensiver auf dem Spielfeld. Kurz vor Schluss konnten wir aufholen und sogar zum 24 : 24 ausgleichen. Unser erster gewonnener Punkt in dieser Rückrunde.

Die Heimspielserie ging auch eine Woche später weiter. Heute zu Gast waren die Mutzen aus Bern. Unser Team wurde zudem von vier Juniorinnen unterstützt, die hier ganz besonders erwähnt werden sollen, denn sie haben auf dem Feld und zwischen den Torpfosten eine super Leistung hingelegt und gezeigt, dass sie mit unserem Team locker mithalten können. Das Spiel war physisch geprägt und obwohl wir zeitweise starke Momente zeigen konnten, war Uni Bern das deutlich bessere Team und somit mussten wir uns mit 24 : 34 geschlagen geben.

Als nächstes stand unsere längste Anreise an. An einem sonnigen Sonntag ging es mit dem Zug und mit Brunch im Gepäck nach Nyon. Dank einer zusätzlichen Panoramafahrt durch die landwirtschaftlichen Felder vor Bern, hatten wir eine Verspätung und damit nur ein kurzes Aufwärmen. Und auch in diesem Spiel lagen wir gut 50 Minuten mit ein paar Toren im Rückstand, konnten uns ab und zu sehr nahe zum Ausgleich kämpfen, um danach wieder mit einigen Toren zurückzuliegen. In den letzten Minuten konnten wir jedoch den Ausgleichstreffer erzielen und mit den letzten Angriffen sogar ein Tor in Führung gehen. Nach dem Schlusspfiff war unser erster Sieg endlich Wirklichkeit und die lange Reise hat sich sogar doppelt gelohnt.

Ein bekanntes Gegenteam stand uns im ersten Auswärtsspiel Gegenüber: die SG HVH/HVL. Die letzten Spiele gegen dieses Team sind uns allen noch gut in Erinnerung, wobei die Erinnerungen nicht wirklich positiv sind. Zwei Niederlagen in zwei Spielen und das Wissen, dass das Spiel bis zum Schluss mit viel Tempo gespielt wird. Umso überraschender war aus dieser Sicht, dass wir die ersten 15 Minuten mithalten konnten und sich das Spiel sehr ausgeglichen gestaltete. Die Leistungen der Spielerinnen beider Teams konnten sich, trotz des irritierenden Einflusses der 15. Person auf dem Spielfeld, sehen lassen. Mit einem Halbzeitresultat von 16 : 14 war das Spiel noch lange nicht entschieden und ein Sieg durchaus möglich. Doch ob es nun an fehlender Ausdauer oder zu wenig Kampfgeist lag, die zweite Halbzeit entschied das Heimteam deutlich für sich und zum Schluss konnten wir mit 34 : 25 knapp die 10er-Marke umgehen.

Bis zum Saisonende spielen wir noch weitere fünf Spiele, das nächste am 4. März im BZZ um 16.15 gegen das Team SG Vaud La Côte aus Nyon. Wir freuen uns über Unterstützung.

Text: Leila Dolder